Das Buch in den Medien

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Eine Antwort auf die bemerkenswerten Verzerrungen von Hans-Joachim Lang. Die grausame Geschichte der Straßburger Schädelsammlung.

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Eine Antwort auf die bemerkenswerten Verzerrungen von Hans-Joachim Lang. Die grausame Geschichte der Straßburger Schädelsammlung.

„Zuweilen schieben Historiker, indem sie sich auf ausgesuchte Quellen beschränken, zentrale Akteure aus der Geschichte.“ Dieser Satz trifft präzise das Wesen des von Hans-Joachim Lang am 20. Februar 2019 unter dem Titel „Eine Schädelstätte moderner Forschung“ in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) veröffentlichten Beitrags. Ohne seine Leser darauf hinzuweisen, schrieb der langjährige Wissenschaftsredakteur des „Schwäbischen Tagblatts“ hier keinen sachlich abwägenden Artikel, sondern eine Apologie in eigener Sache. Da er selbst aufgrund neu gefundener Dokumente im Verdacht der Quellenmanipulation steht, ist das durchaus bemerkenswert. Brisanz bekommt die Situation allerdings vor allem dadurch, dass Lang in seinem Artikel in der FAZ seine Leser erneut mittels falsch wiedergegebener Quellen zu täuschen versucht.

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Die Legende vom Handlanger

Die Legende vom Handlanger

Buchrezension von Wolfgang Benz:

"Julien Reitzenstein, der sich der Spezies "forensischer Historiker" zurechnet, legt großen Wert auf präzise Beweisführung, zitiert deshalb auch oft und ausführlich aus den Quellen und nimmt der Eindringlichkeit seines Plädoyers für Wahrheit und Gerechtigkeit zuliebe auch Wiederholungen in Kauf. Das Ergebnis seiner Forschung ist keine angenehme, jedoch sehr notwendige Lektüre."

"Die Wahrheit hinter den Legenden, die Reitzenstein in seiner luziden Studie zerstört, ist noch viel verstörender als der Befund selbst. Denn auch die Verbrechen von Straßburg fallen nicht dem einen Monstrum August Hirt (der freilich selbst ein medizinischer Krimineller war), sondern einem Mann zur Last, der - auch dieses ist typisch - skrupellos aus Ehrgeiz mordete, sich dann mithilfe von Komplizen als Gehilfe, als ahnungsloser Handlanger und Befehlsempfänger aus der Verantwortung stahl und mit milder Strafe davonkam. Die Saga von den wenigen Monstern, die das Böse verkörpern und so viele Ahnungslose als Gehilfen in ihre Dienste nahmen, wurde zur Lebenslüge der Tätergeneration; als Legende lebt sie weiter. Seriöse Wissenschaft - das zeigt Reitzenstein - kann Augen öffnen."

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NZZ: Schmerzhafte Zerstörung von Legenden

NZZ: Schmerzhafte Zerstörung von Legenden

Jüngst erschien auf der Grundlage zahlreicher bisher unberücksichtigter und unbekannter Quellen eine Monografie des Autors dieses Textes zum bekannten NS-Verbrechen der Strassburger Schädelsammlung. Nachdem der Journalist Hans-Joachim Lang nach dem Erscheinen des Buches auf seiner Website eine «wüste Kritik» verbreitet hatte, wie «Die Welt» schrieb, legte er nun im Februar in der «FAZ» nach. Im Jahre 2004 hatte Lang das Buch «Die Namen der Nummern» veröffentlicht. Anhand von Häftlingsnummern holte er 86 im KZ Natzweiler ermordete jüdische Häftlinge aus der Anonymität und ermöglichte so ein Gedenken an diese. Diese Leistung verdient grosse Anerkennung. Denn gerade die Nachfahren der Opfer verdienen Wahrheit. Der Autor lieferte in seinem Buch auch eine Darstellung des Verbrechens selbst: Demnach hat der Direktor der Anatomie Strassburg, August Hirt, ein «Museum mit toten Juden als Exponaten » geplant, wie es in einer Kapitelüberschrift heisst. So berichtete es der einzige Zeuge für dieses Museumsprojekt Hirts, ein gewisser Henrypierre, im Nürnberger Ärzteprozess.

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Eine Schädelstätte moderner Forschung

Eine Schädelstätte moderner Forschung

„‚Es handelte sich um den Ausbau der Anatomie der damals neu übernommenen Universität Straßburg, und zwar um den Neuausbau des sogenannten Anatomischen Museums.‘ Nicht Neubau, sondern Neuausbau.“ Keine Neubewertung des Verbrechens, sondern ein Neuausbau des Narrativs von Kriegsverbrechern. Von Hans-Joachim Lang.

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Die schmerzhafte Zerstörung von Legenden – zum NS-Verbrechen der Strassburger Schädelsammlung sind neue Quellen aufgetaucht

Die schmerzhafte Zerstörung von Legenden – zum NS-Verbrechen der Strassburger Schädelsammlung sind neue Quellen aufgetaucht

1943 wurden im KZ Natzweiler 86 Juden ermordet und im Anatomischen Institut der Universität Strassburg eingelagert. Dass bezüglich NS-Verbrechen neue Quellen aufgefunden werden und sicher geglaubte Annahmen widerlegt scheinen, ist nicht ungewöhnlich. Aber die Nachfahren der Opfer verdienen Wahrheit.

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NS-Kollaborateur erfand 86-köpfige Schädelsammlung

NS-Kollaborateur erfand 86-köpfige Schädelsammlung

Buchrezension von Sven Felix Kellerhoff:

"Mit einem für Straßburg geplanten Museum hatte das Verbrechen auch nichts zu tun. Das hat jetzt der Historiker Julien Reitzenstein in seinem neuen Buch „Das SS-Ahnenerbe und die ,Straßburger Schädelsammlung’“ dargelegt. Reitzenstein ist zuvor durch eine wichtige Studie zu „Himmlers Forschern“ hervorgetreten und hat außerdem die Vergangenheit der Dienstvilla des Bundespräsidenten in Berlin recherchiert. (…) In Wirklichkeit allerdings, das legen Reitzensteins Ergebnisse nahe, gab es nie den Plan eines Museums in Straßburg. Vielmehr ging es bei dem 86-fachen, wahrscheinlich sogar 115-fachen Mord darum, eine Schädelsammlung für den Ahnenerbe-Mitarbeiter Bruno Beger anzulegen. Julien Reitzenstein bietet auf Grundlage neu aufgefundener Quellen eine Antwort an, die nachvollziehbar klingt, die ihn aber erstaunlicherweise zum Ziel wüster Kritiken im Internet gemacht hat. (…) Das Beispiel zeigt, dass kritische Geschichtswissenschaft auch die Aussagen von jahrzehntelang als verlässlich geltenden Kronzeugen infrage stellen sollte. Das ist keine Relativierung, sondern dient im Gegenteil der Aufarbeitung."

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Der akademische Sündenfall. Eine Filmkritik von Oliver Jungen

Der akademische Sündenfall. Eine Filmkritik von Oliver Jungen

„Zweifellos hat Hirt Medizinverbrechen begangen; auch fanden sich die zerstückelten Leichen bei der Befreiung Straßburgs in seinem Institut. Belastet wurde der zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr lebende Hirt in den Nürnberger Ärzteprozessen nicht zuletzt von Wolfram Sievers, dem Leiter des ‚Ahnenerbes‘. Doch bereits in den siebziger Jahren sah der kanadische Historiker Michael Kater darin auch eine Entlastungslüge zugunsten von Beger: SS-Kameraden schützten sich gegenseitig. Jüngst machte der Historiker Julien Reitzenstein diese Ansicht mit einer Studie abermals zu Thema.“

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Rezension: Das SS-Ahnenerbe und die

Rezension: Das SS-Ahnenerbe und die "Strasßburger Schädelsammlung"

Gelegentlich ist es notwendig, andere Fragen zu stellen und auch bekannte historische Narrative aus einer anderen Perspektive zu betrachten, um ein von der gängigen Erzählung abweichendes, aber enger an die historische Wahrheit angenähertes Bild zu erhalten. Gerade dann, wenn die Geschichte kompliziert und unbeliebt ist, so wie das in Deutschland für die Zeit des nationalsozialistischen Unrechtsregimes der Fall ist, und daher leicht durch eingängige Schuldzuweisungen oder Exculpation in entlastenden Aussagen vor Gericht eine kollektive Deformation erleidet. Eine derart andere Betrachtungsweise hat Julien Reitzenstein mit seinem Buch „Das SS-Ahnenerbe und die ‚Straßburger Schädelsammlung‘ – Fritz Bauers letzter Fall“ jetzt vorgelegt und setzt damit eine unbequeme Tradition fort, die sich quasi durch das Denken gegen das Establishment auszeichnet. Um was geht es?

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NAZI-VERBRECHEN NACH 75 JAHREN AUFGEKLÄRT

NAZI-VERBRECHEN NACH 75 JAHREN AUFGEKLÄRT

Direkt neben der Bundespräsidentenvilla in Berlin-Dahlem standen zur Nazizeit die Gebäude des SS-Ahnenerbes. Hier wollten Nationalsozialisten die angebliche Überlegenheit der „nordischen Rasse“ wissenschaftlich belegen.

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Das SS-Ahnenerbe und die „Straßburger Schädelsammlung“

Das SS-Ahnenerbe und die „Straßburger Schädelsammlung“

Berlin (Weltexpresso) - Julien Reitzenstein ist ein forensischer Historiker, das heißt, er erforscht Kriminalfälle der Vergangenheit, die Strafrechtsgeschichte, und in diesem Fall das Verbrechen der Nationalsozialisten, welches sich hinter der „Straßburger Schädelsammlung“ verbirgt. Dieser Geschichte ist sein neues Buch gewidmet das diese Tage auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wird.

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