Morde für die Wissenschaft

Die „Straßburger Schädelsammlung“

Eines der wohl bekanntesten und grausamsten NS-Verbrechen ist die sogenannte „Straßburger Schädelsammlung“. Im Jahre 1943 wurden 115 Menschen im KZ Auschwitz zur Ermordung ausgewählt, davon 86 im KZ Natzweiler vergast und deren Leichen anschließend konserviert und gelagert. Alle Täter und Beihelfer dieses Verbrechens arbeiteten in der SS-Wissenschaftseinrichtung Ahnenerbe. Die Haupttäter waren Bruno Beger, Heinrich Himmler, August Hirt und Wolfram Sievers.

Der Anthropologe Bruno Beger studierte und promovierte bei Hans F. K. Günther. Parallel war er als Rasseprüfer im SS-Rasse- und Siedlungshauptamt eingesetzt. Er gehörte zu den Teilnehmern der Deutschen Tibetexpedition 1938/39 unter der Leitung des Ornithologen Ernst Schäfer und der Schirmherrschaft von Himmler. Da SS und Ahnenerbe nicht die Mittel zur Finanzierung der Expedition hatten, wurde diese von verschiedenen Unternehmen und dem Werberat der Deutschen Wirtschaft finanziert. Zudem schuf Wolfram Sievers nach Rückkehr der Teilnehmer nach Deutschland innerhalb des Ahnenerbes die Forschungsstätte Innerasien und Expeditionen, in denen die Forscher ihre Expeditionsergebnisse auswerten konnten. Ein Ergebnis war der 1943 eröffnete Kassenmagnet „Tibet-Schau“ im Salzburger Haus der Natur. Beger untersuchte in Tibet die damals wissenschaftlich gängigen Vermutungen, dass die Ursprünge der europäischen Rasse in Tibet zu suchen seien und zudem, dass immigrierte nordische Menschen die tibetische Adelsschicht stellten.

Da bei der Eröffnung der Universität Straßburg der dortige Lehrstuhl für Anthropologie noch unbesetzt war und Sievers die Habilitation der Ahnenerbe-Forscher erwartete, schlug Beger Sievers am 10.12.1941 in München ein Habilitationsprojekt vor: Er wollte die seit fast 200 Jahren von verschiedenen Wissenschaftlern, darunter Immanuel Kant, vermutete Wanderungsbewegung, für die er in Tibet Anhaltspunkte gefunden haben wollte, anthropologisch belegen. Sievers gewährte für das Projekt „Die Wanderungswege der Indogermanen auf Grund nordrassiger Restbestandteile“ am 03.01.1942 ein Habilitationsstipendium, das bis Kriegsende floss. Beger hatte in Tibet mit den damaligen Mitteln der Anthropologie gearbeitet – beispielsweise Vermessungen des Körpers und Bestimmung von Haar- und Augenfarbe. Dazu kamen Abformungen des Kopfes von außen, aus denen ein Positiv hergestellt wurde. Beger entwickelte die Idee, dass die – heute genetischen Determinierungen genannten – Differenzierungen zwischen Schädelskelett, Fettgewebe, Muskeln und Haut nur auf eine Weise nachhaltig untersucht werden können: Indem zunächst ein Positiv des Kopfes des lebenden Probanden durch Abformungen gewonnen und dann anschließend der Kopf des getöteten Probanden skelettiert wird. So seien die auf die Knochensubstanz aufbauenden Schichten besser zu beurteilen. Die zu dieser Zeit, nach Beginn des Überfalls auf die UdSSR, einzige „legale“ Möglichkeit für Beger, Menschen aus Inner- und Vorderasien für seine Zwecke zu ermorden, bestand dann, wenn diese als Politoffiziere in der Roten Armee dienten. Mit dem Wissen über den Kommissarbefehl und den zahlreichen Angehörigen der Roten Armee aus den asiatischen Sowjetrepubliken kehrte Beger vom Fronteinsatz in Russland und Norwegen Ende 1941 zu Sievers ins Ahnenerbe zurück und schlug vor, diese Schädel als manifesten Beweis für die These seiner Wanderungsbewegung zum Kern seiner Habilitationsthese zu machen. Sievers ließ sich neue Forschungsprojekte in der Regel in der Form einer Denkschrift vorlegen, die er dann an ggf. einzubeziehende Genehmigungsinstanzen weitergab. Begers Denkschrift erreichte Sievers am 09.02.1942. Er sendete sie mit dem am 20.01.1942 von August Hirt abgereichten Forschungsbericht über seine intravitalmikroskopischen Forschungen an Himmler weiter. Die Denkschrift sah vor, dass die Wehrmacht gefangene Kommissare – von NS-Funktionären und auch in der Wehrmacht – als „jüdisch-bolschewistisch“ diffamiert, erschießen und Ärzte den Kopf abtrennen und versenden sollten. Dabei ist zu beachten, dass die „jüdisch-bolschewistische Intelligenz“ ein rassistischer Kampfbegriff war und sich keinesfalls auf jene Politkommissare bezog, die jüdischen Glaubens waren. Beispielhaft sei bemerkt, dass nicht jeder Soldat der Wehrmacht Imperialist oder Faschist war. Es musste Kenner der Strukturen der Wehrmacht augenscheinlich sein, dass die in der Denkschrift geplante Umsetzung zum Aufbau einer Schädelsammlung unmöglich war.

„Rassische Totalerforschung“ des Kaukasus

Nachdem sich der Plan nicht praktisch umsetzten ließ, wollte Beger während der von ihm forcierten SS-eigenen „Expedition K“, deren Zweck die „rassische Totalerforschung“ des Kaukasus war, dort entsprechende Schädelexponate gewinnen. In einem handschriftlichen Planungsdokument benannte er die SS-Führer, die er für seine Abteilung bei der Expedition anfordern wollte. Hinter jedem Namen steht als Hilfskraft vermerkt „ein Mann als Hilfe beim Messen“. Hinter seinen Namen schrieb Beger neben der Hilfskraft zum Vermessen seiner Opfer einen weiteren Mann auf „zur Betreuung der ethnologischen Sammlung“1 Nach dem Fall von Stalingrad wurde das Projekt ad acta gelegt. Beger bemühte sich nun um Schädel sowjetischer Kriegsgefangener, die bereits in Lagern in Deutschland gefangen waren. Am 22.05.1943 schrieb Sievers an Himmler, Adolf Eichmann habe mitgeteilt, dass im Konzentrationslager Auschwitz nun „besonders geeignetes Material“ vorhanden sei, so dass „der Zeitpunkt für diese Untersuchungen besonders günstig“ sei.2 Juden waren zu jedem Zeitpunkt in Auschwitz zu finden, also dürfte es sich bei ihnen nicht um das „besonders geeignete Material“ gehandelt haben. Vielmehr trafen im Frühsommer 1943 erstmals sowjetische Kriegsgefangene dort ein. Als Beger am 06.06.1943 mit Himmlers Erlaubnis, 150 Menschen zur Schädelgewinnung zu ermorden, in Auschwitz eintraf, fand er jedoch nur vier Innerasiaten. Um eine große Blamage zu vermeiden, wählte er 115 Menschen, davon 109 der Häftlingskategorie „Juden“ aus und begann diese zu vermessen. Mit einer Studie über Anthropologie von Juden konnte sich ein Rasseforscher 1943 keinesfalls blamieren. Nachdem eine Fleckfieberepidemie ausgebrochen war, reiste Beger kurz darauf ab. Die noch nicht „bearbeiteten“ Juden wurden in Quarantäne genommen und anschließend in das KZ Natzweiler deportiert. Der Kühlraum des vormaligen Hotels Struthof, das im äußeren Lagergelände lag, war bereits zum Gasmaskenübungsraum für die Wachmannschaften umgebaut worden und wurde nun hektisch zur Gaskammer umgebaut. Sievers organisierte ein Blausäurederivat, dass sein Referent bei Hirt in Straßburg abgab. Hirt gab es an Lagerkommandant Kramer und erläuterte die Handhabung. Bei den in Auschwitz von Beger ausgewählten Häftlingen wurden im KZ Natzweiler röntgenologische Untersuchungen und Blutgruppenbestimmungen durchgeführt. Dies geschah nicht durch den Mediziner Hirt oder seinen beiden ärztlichen Assistenten, sondern den rund 900km weit angereisten Geisteswissenschaftler Beger. Nach Begers Abreise wurden die 86 Opfer in vier Gruppen vergast und in die Anatomie nach Straßburg gebracht. Der in der Steiermark kurende Hirt hatte auf Sievers‘ Wunsch bereitwillig Kooperation und Unterstützung angeboten. Während diese sich zunächst auf Beratung und Unterstützung bei der Präparierung bezog, wurde sie ausgeweitet, als die Fleckfieberepidemie Beger zum kurzfristigen Abbruch seiner mörderischen Untersuchungen in Auschwitz zwang. Hirt erklärte sich nun kurzfristig vor seiner Abreise in die Kur bereit, die Leichen vor der Präparierung einzulagern und unterstützte das Vorhaben im KZ Natzweiler, wo er seit rund einem Jahr eine Versuchsstation für das Ahnenerbe unterhielt.

Da die 86 Leichen aus Natzweiler nicht in den Besitz der Anatomie übergingen – wie alle anderen, zu medizinischen Ausbildungszwecken beschafften Leichen von Kriegsgefangenen oder Hingerichteten – wurden sie auch nicht in das Leichenbuch der Anatomie eingetragen. Sie wurden durch Hirts Mitarbeiter Henry Henrypierre – der wie Hirt auch monatliche Zahlungen vom Ahnenerbe erhielt – auf einer separaten Liste geführt. Da die Abformmasse durch ein Versehen nicht rechtzeitig aus der Schweiz geliefert worden war, sollten die Leichen mutmaßlich nach der Ermordung und vor der Skelettierung abgeformt werden. Den Leichen wurden nach Nachkriegsaussagen von Henrypierre je 10 Liter Konservierungsflüssigkeit – darin zwei Liter Formol – über die Oberschenkel-Arterie eingebracht. Durch die Flüssigkeit quellen die Leichen auf. Dies schien dem anatomisch unerfahrenen Beger nicht klar gewesen zu sen. Dadurch konnte er keine verwertbaren Abformungen mehr herstellen oder herstellen lassen. Dies hatte die Leichen für ihn wertlos gemacht. Selbst eine Präparierung der Schädel kam nach einigen Monaten nicht mehr in Betracht, da das Formol Ameisensäure bildet, die die feinen Knochenstrukturen am Schädel zerstört. Hätte Hirt hingegen aus den angelieferten Leichen „nur“ eine Schädel- oder Skelettsammlung generieren wollen, wäre eine andere Konservierungsmethode – Grobentfleischung, Mazeration, Entfettung – üblich und zielführend gewesen. Beger ließ sich nie mehr in Straßburg blicken und kümmerte sich nicht mehr um die für ihn wertlosen Leichen. Hirt kümmerte sich auch nicht darum, da es nicht seine Leichen waren. Die Opfer dieses monströsen Verbrechens waren also ohne jeden – und sei er noch so verbrecherisch – Sinn gestorben. Beger und seine Mitarbeiter in der Ahnenerbe-Forschungsstätte Innerasien und Expeditionen befassten sich bis Kriegsende wissenschaftlich ausschließlich mit der anthropologischen Vermessung und Abformung sowjetischer Kriegsgefangener aus Inner- und Vorderasien.

Berger’s Museumspläne

Die gewonnenen Abformungen – wie wohl auch ursprünglich die Schädel der bei Himmler beantragten 150 Asiaten aus Auschwitz – waren für ein Museumsprojekt geplant. Anfang 1943 wurde Beger bekannt durch seine Mitwirkung an der Tibet-Schau im Haus der Natur. Darin waren – bis heute ausgestellt – aus seinen Abformungen lebensechte Dioramen implementiert, die Tibeter in verschiedenen Lebenssituationen zeigen. Museal hätte die Wanderungsbewegung der europäischen Rasse anhand der anthropologischen Veränderungen von Tibet Richtung Nordwesten durch Ausstellen von Dioramen eindrucksvoll dargestellt werden können. Begers Präparator Gabel beklagte sich jedoch, dass es sehr schwer sei, nur auf Basis von Abformungen – also ohne feste Innensubstanz – lebensechte Köpfe haltbar zu modellieren. Bei der bis heute ähnlich in der Gerichtsmedizin angewandten Methode, Gesichter von Menschen durch Aufbau von Massen, wie sie Gabel verwendete, zu rekonstruieren, wäre dies einfacher gewesen. Daher steht der Verdacht im Raume, dass die Schädel der geplanten asiatischen Opfer aus Auschwitz nach der wissenschaftlichen Untersuchung als Träger für rekonstruierte Köpfe für das Museum in Salzburg Verwendung finden sollten.

Der Rasseforscher Bruno Beger hat sich – ebenso wie Hirt – nie vertieft wissenschaftlich mit Juden befasst. Indem er Juden statt der gesuchten Innerasiaten ausgewählt hatte, meinte Beger dennoch Großes geleistet zu haben: Er forderte kurz nach seiner Rückkehr aus Auschwitz von Sievers eine eigene Forschungsstätte im Ahnenerbe für Rasseforschung mit drei Abteilungen. Eine davon erhielt im entsprechenden Positionspapier die Überschrift: „‘Mongolen‘forschung. (begonnen im Juni 1943 im KL-Auschwitz)“.3 Bruno Beger war nur einmal in Auschwitz.

Beger schrieb noch zahlreiche Denkschriften im Stil der vorerwähnten „Schädelsammlungsdenkschrift“. Stets befasste er sich mit der Wanderungsbewegung der Europäischen Rasse oder mit Forderungen nach einer eigenen Forschungsstätte für Rassekunde innerhalb des Ahnenerbes, in dem er seine These weiter wissenschaftlich untersuchen lassen wollte.

Ende Juli 1944 reiste Beger zur „Muselmanen-Division“ nach Bosnien4. An der Front plante Beger, „dem Dinarierproblem und dem alpinen Gürtel“ nachzugehen. „Dieser Übergangsraum zur vorderasiatischen Rasse hat mich schon immer gereizt.“5 Im März 1945 rückte beim osttürkischen Waffenverband der Waffen-SS in Italien ein6. Seine „Aufgabe bestand darin, […] dem deutschen Rahmenpersonal das Verständnis für die Mentalität der dem Waffenverband angehörenden Innerasiaten zu vermitteln.“7 Zudem wollte er noch in den letzten Kriegstagen anthropologische Untersuchungen an diesem Verband vornehmen. Nachdem die deutschen Truppen in Italien am 02.05.1945 kapituliert hatten, geriet Beger als Angehöriger dieser Einheit in Kriegsgefangenschaft8.

Die Täter hinter der Straßburger Schädelsammlung

Dieses entsetzlich grausame Verbrechen hatte verschiedene Haupttäter:

Einen Anthropologen Bruno Beger, der sich profilieren wollte und statt einer Blamage wahllos Opfer auswählte, mit denen er für sein wissenschaftliches Projekt gar nichts anfangen konnte. Einen Reichsführer-SS Heinrich Himmler, der einen bahnbrechenden Durchbruch zum Beweis der Herkunft der europäischen Rasse sah, vor allem aber bei Beweis der Abstammung des tibetischen Adels von zurückgewanderten nordischen Menschen, dass die nordische Rasse allen anderen überlegen sei. Dafür genehmigte Himmler gern die Ermordung von 150 Angehörigen des „besonders geeigneten Materials“.

Einen Reichsgeschäftsführer Sievers, der der Manager dieses wissenschaftlichen Erfolges war und dafür zum Organisator eines abscheulichen Massenmordes wurde.
Einen Anatomen August, der aus Gefälligkeit für den von ihm wegen seiner großen Fürsorglichkeit geschätzten Sievers Ganglienzellen der Opfer von Sigmund Rascher untersuchte, die mörderischen Versuche von Otto Bickenbach und Eugen Haagen in Natzweiler formal unter seine Oberleitung stellte und auch Leichen konservieren und lagern ließ und den KZ-Kommandanten im Gebrauch von Blausäure unterwies.

In den Nürnberger Prozessen soll es nach zahlreichen Zeitzeugenangaben eine Absprache unter den Verteidigern gegeben haben: Kein angeklagter SS-Angehöriger sollte einen noch lebenden nicht angeklagten SS-Angehörigen belasten.

Hirts Mitarbeiter Henry Henrypierre – der Franzose hatte schon 1941 einen Einbürgerungsantrag ins Deutsche Reich gestellt und seinen Namen Anfang 1943 in Heinrich Heinzpeter ändern lassen – verwandelte sich nach der Eroberung Straßburgs durch die Alliierten vom Kollaborateur und Mitarbeiter bei der SS in einen Widerstandskämpfer. Als solcher schilderte den Medizinverbrecher Hirt sehr drastisch und behauptete, dieser habe in der Universität ein Museum geplant, in dem er tote Juden ausstellen wollte, um deren Minderwertigkeit zu demonstrieren. Auch wenn es keinerlei Beweise für diese Geschichte oder auch nur Baumaßnahmen gab, glaubte die Weltpresse in Kenntnis von Hirts grausamen Medizinversuchen die Geschichte bereitwillig. Als der gefangene Sievers mit diesen Behauptungen konfrontiert wurde, bestätigte er diese ebenso bereitwillig: Nicht das Ahnenerbe und er selbst seien für dieses monströse Verbrechen verantwortlich. Der schon tote Hirt und die staatliche Universität hätten selbstverständlich ein Museum in eben dieser Universität geplant und Sievers sei nur am Rande involviert gewesen. Vom Beger oder den Museumsplänen in der Ahnenerbe-Forschungsstätte „Haus der Natur“ mit seinem Leiter SS-Sturmbannführer Eduard Paul Tratz erwähnte Sievers nichts. Wahrscheinlich wollte er die zahlreichen bisher unentdeckten Beihelfer nicht ohne Not belasten.

Die Prozessbeobachter Alexander Mitscherlich und Fred Mielke hörten den Zeugen der Anklage Henripierre und den Angeklagten Sievers, die gleichlautend eine von August Hirt geplante jüdische Skelettsammlung für ein Museum der Universität Straßburg bestätigten. Seither wurde diese Lesart der Ereignisse immer weiter tradiert. Nur der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer zweifelte daran und klagte persönlich kurz vor seinem Tode Bruno Beger wegen Mordes an. Durch das Versterben Bauers, eine gewogene Kammer und viele für Beger aussagende Zeugen wurde dieser nur wegen Beihilfe verurteilt und musste nach dem Urteilsspruch nicht einen Tag in Haft. Dazu trug wesentlich bei, dass der Staatsanwaltschaft viele Dokumente nicht vorlagen, die im Rahmen jüngster rechtshistorischer Recherchen entdeckt und bewertet wurden9.

Quellen

  1. BArch NS 135/44, handschriftliche Personalanforderung Begers als Anhang zu seiner Anforderungsliste vom 18.08.1942.
  2. HStA Wiesbaden Abt. 461, Nr. 34164 Prozessakte Beger, S. 12a und 12b.
  3. BArch R 135/52, Blatt 162729, undatiertes Positionspapier Begers,
  4. BArch R 135/44, Schreiben von Beger an Sievers vom 26.07.1944. Die sogenannte Muselmanen-Division der SS – einer Einheit die als Ostmuselmanische SS-Division gegründet wurde und dann die Bezeichnungen Turkmuselmanische Division und ab dem Mai 1944 Muselmanische SS-Division Neu-Turkestan führte, bevor sie seit dem 01.10.1944 unter der Bezeichnung Osttürkischer Waffen-Verband der SS (unter der Leitung von Harun al-Raschid) geführt wurde – war im gegenständlichen Zeitraum jedoch innerhalb des Verbandes Dirlewanger in der Ukraine eingesetzt. Wenngleich deren Freiwillige, überwiegend Angehörige von Turkvölkern und aus dem Kaukasus, in Begers Interessenlage passte, handelte es sich wohl um die 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (kroatische Nr. 1), die zu jenem Zeitpunkt dort eingesetzt war und zahlreiche moslemische Freiwillige in ihren Reihen hatte, die zu jener Zeit auf dem Balkan eingesetzt war.
  5. BArch R 135/44, Schreiben von Beger an Schäfer vom 26.07.1944.
  6. HStA Wiesbaden Abt. 461, Nr. 34152 Prozessakte Beger, Lebenslauf Beger ohne Datum, S. 1355.
  7. HStA Wiesbaden Abt. 461, Nr. 34145 Prozessakte Beger, Vernehmung Beger vom 31.03.1960, S. 10.
  8. HStA Wiesbaden Abt. 461, Nr. 34155 Prozessakte Beger, Anklageschrift vom 08.05.1965, S. 6.
  9. Das SS-Ahnenerbe und die »Straßburger Schädelsammlung« – Fritz Bauers letzter Fall. Berlin 2017.